Der Peilstein, früher auch als Wexenberg bezeichnet, erhebt sich markant im südlichen Wienerwald. Charakteristisch für diesen steilwandigen Kalkberg sind die nach Westen steil abfallenden, imposanten Felsabstürze, die ihn zu einem beliebten Ziel für Kletterer machen. Am Gipfel thront das Peilsteinhaus, das im Jahr 1923 vom Österreichischen Alpenverein errichtet wurde. Es dient Wanderern und Bergsteigern als beliebter Stützpunkt. Die heutige Form der schroffen Felsen ist auf die geologische Vergangenheit zurückzuführen: Die Überreste des Urozeans Paratethys, der vor etwa 35 Millionen Jahren dieses Gebiet bedeckte, prägten das Erscheinungsbild des Peilsteins. Bei Ausgrabungen wurden bereits große fossile Ammoniten, Muscheln und Schnecken gefunden, die von der einstigen Unterwasserwelt zeugen. Auch kulturgeschichtlich ist der Berg von Bedeutung. In der keltischen Periode wurde der Peilstein vermutlich als Druidenaltar genutzt und als heiliger Ort verehrt. Im Jahr 1895 entstand auf dem Gipfel die Peilstein-Warte, ein Aussichtsturm, der allerdings nach Kriegsschäden 1947 abgetragen werden musste. Seit 2013 steht auf dem Peilstein erneut ein moderner Aussichtsturm, der eine schöne Rundumsicht bietet.
Anreise: Wien Hbf 08:42 S2, Wien Meidling 08:49, Mödling 09:05/09:15 Bus 265 bis Alland Abzw.Reha-Zentrum an 09:57
Treffpunkt: Bus-Hst. Alland Abzw. Reha-Zentrum
Entfernung: 9 km - Aufstieg: 440 m - Abstieg: 490 m
Route: Groißbach – Reitäcker – Hochbrand – Holzschlag – Peilsteinhaus – Peilstein-Aussicht – Peilsteinhütte – Neuhaus – Weißenbach an der Triesting
Labestation unterwegs: Peilsteinhaus, Schwarzensee 15, 2565 Neuhaus, Tel. 02674 87333, Montag, Dienstag Ruhetag
Labestation am Ende: keine
Heimreise: Stundentakt ab Bf. Weißenbach-Neuhaus :18
Schwierigkeiten: keine